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«Zahlreiche Gemälde von Birkhäuser
gestalten überwältigende Inhalte aus dem kollektiven
Unbewussten, deren Sinn sich erst verstehen lässt, wenn
man sie vor dem Hintergrund der kollektiven seelischen Problematik
unserer Zeit sieht. Birkhäuser war in hohem Masse sensibel
für die unterschwelligen Zeitprobleme. Sein ganzer Weg
zeigt, dass er als Künstler besonders dazu aufgefordert
war, sein Schaffen in den Dienst eines grösseren schöpferischen
Geistes zu stellen und mit seinen Bildern nicht nur die Krise
und das Kranke unserer Zeit, sondern mehr noch die Reaktionen
und heilenden Tendenzen der autonomen Psyche zu zeigen. So
sind seine Bilder wie ein geistiger Spiegel, in dem das, was
in uns und unserer Zeit verborgen ist, sichtbar wird. In diesen
Bildern grösseren Inhalts wird so etwas wie ein kollektiver
Individuationsprozess sichtbar. Es sind religiöse Bilder,
Manifestationen eines Gottesbildes aus dem Unbewussten, das
nach Verwirklichung in einem neuen Bewusstsein strebt. Dadurch
wird sein persönlicher Individuationsprozess zu einer
Art Schwangerschaft mit Bildern, die einen neuen Mythos umkreisen.»
Aus: Eva Wertenschlag-Birkhäuser. Fenster zur Ewigkeit.
Die Malerei von Peter Birkhäuser. Küsnacht 2001.
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